Die Biogas Wien ist ein deutliches Signal für den Stellenwert erneuerbarer Energien und damit für die Bedeutung des Klimaschutzes in Wien. Sie ist ein ökologisches Vorzeigeprojekt, das vergärbare Bioabfälle wieder in den natürlichen Kreislauf in Form von sauberer Energie zurückführt. Das nutzt wertvolle Ressourcen und schont die Umwelt.
10.000 Tonnen biogene Abfälle aus der Biotonne und 7.000 Tonnen Speisereste aus Wiener Großküchen und anderen Quellen werden im Vollbetrieb der ersten Ausbaustufe in der Biogas Wien zu wertvoller Energie verarbeitet. Bei der Erzeugung von Biogas mit einem Energieinhalt von ca. 11,2 GWh pro Jahr in der ersten Ausbaustufe ergibt sich im Vergleich zur konventionellen Energieerzeugung eine Einsparung von 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels, das sich Wien mit seinem Klimaschutzprogramm (KliP) gesetzt hat. Die Anlage kann auf eine Jahreskapazität von 34.000 Tonnen erweitert und ausgebaut werden, 600 Wiener Haushalte können dann mit Fernwärme versorgt werden.
Die Biogas Wien wurde von der Wiener Kommunal- Umweltschutzprojektgesellschaft m.b.H. (WKU) errichtet und wird von der Magistratsabteilung 48 (MA48) betrieben.
Ab November 2006 dürfen Küchenabfälle aus Großküchen, die bisher als sogenannter "Sautrank" eingesetzt wurden, nicht mehr an Schweine verfüttert werden. Das ist ein idealer "Rohstoff" für die Biogas Wien.
April 2002
Gründung der Wiener Kommunal-Umweltschutzprojektgesellschaft m.b.H. (WKU) zur Planung, Projektierung und Errichtung von Abfallverwertungsanlagen.
Herbst 2002
Erste Planungsarbeiten
Mai 2003
Einreichung bei der Behörde
Dezember 2003
Genehmigung
November 2005
Vergabeverfahren
März 2006
Baubeginn
13. September 2007
Offizielle Eröffnung durch STR Maga Sima, Maga Vassilakou, BV Angerer, GD KR DI Bortenschlager und SR Thon/MA 48
April 2007 bis November 2007
Inbetriebnahme und Probebetrieb
November 2007
Vollbetrieb 1. Ausbaustufe