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Der von der MA 48 gesammelte Restmüll wird mit Müllfahrzeugen über die Flughafenautobahn direkt zur Anlage angeliefert. Bis zu 200 Fahrzeuge täglich entleeren ihren Inhalt in den rund 18.000 m³ fassenden Müllbunker. Der Müllbunker ist mit zwei Müllkränen ausgestattet, mit denen der angelieferte Müll gemischt und in die Aufgabetrichter der beiden Verbrennungsroste aufgelegt wird. Pro Stunde werden bei einer Temperatur von mind. 850 Grad Celsius 32 Tonnen Restmüll verbrannt. In den Abhitzekesseln wird der Wärmeinhalt der bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase zur Erzeugung von Dampf genutzt. Dieser Dampf mit 40 bar und 400 Grad Celsius wird in eine Dampfturbine geleitet. Die an den Turbinenläufer übertragene Energie wird im Generator in elektrischen Strom umgewandelt. Der nach der Turbine noch zur Verfügung stehende Dampf wird in Fernwärmeumformern geleitet. Die bei der dort stattfindenden Kondensation frei werdende Wärme wird an das direkt angeschlossene Fernwärmenetz abgegeben.

Am Ende des Verbrennungsrostes fällt Schlacke an. Aus dieser wird über Magnetabscheider Eisen-Schrott zur Verwertung in der Stahlindustrie abgetrennt. Die restliche Schlacke wird auf der stadteigenen Deponie Rautenweg abgelagert.

Durch eine vierstufige Rauchgasreinigungsanlage - bestehend aus einem Elektrofilter, einer zweistufigen Nasswäsche, einem Aktivkoksfilter und einer Entstickungsanlage - werden höchste Umweltstandards umgesetzt. Dank dieser modernsten Filteranlagen erreicht die Anlage niedrigste Emissionswerte. Kessel- und Filterasche wird in Aschesilos zwischengelagert und letztendlich gemeinsam mit der Schlacke auf der Deponie Rautenweg abgelagert.

Die Abwässer aus der zweistufigen Nasswäsche werden in einer eigenen Abwasserbehandlungsanlage gereinigt und in die nahe gelegene Hauptkläranlage geleitet. Der in der Schlammentwässerung anfallende Filterkuchen wird in Transportbehältern und zur Endlagerung in eine Untertage-Deponie verbracht, anfallender Gips wird in der Baustoffindustrie verwertet.

Schaubild der Anlagenfunktionen [PDF]